Der Welpenstarter
Inhaltsverzeichnis
Alleine bleiben
07
Halsband, Geschirr und Leine - was braucht mein Welpe?
08
Welches Bild bekommt dein Welpe von sich selbst?
09
Umwelt und Sozialisation
10
Begegnung mit Menschen und Hunden
11
Der "Folgetrieb" und die ersten Spaziergänge
12
Leine und Orientierung
13
Komm zu mir! - die ersten Schritte zum Rückruf
14
"Warten können" - Frustration und Selbstbeherrschung
15
Sitz, Platz und Co. - was muss mein Welpe wirklich können?
16
01 Bevor ein Welpe einzieht
Bevor ein Welpe oder junger Hund einzieht, gibt es einiges zu bedenken. Die Vorfreude ist groß – trotzdem lohnt es sich, sich vorab ehrlich mit den eigenen Vorstellungen, dem Alltag und den Bedürfnissen eines Hundes auseinanderzusetzen. Denn die wichtigste Frage ist nicht nur: "Welcher Hund gefällt mir?", sondern auch: "Welcher Hund passt zu mir und meinem Leben?"Die passende Wahl treffen
Du bist noch unsicher bei der Wahl? Gerne schauen wir uns gemeinsam deine Situation und deine Wünsche an und besprechen, welcher Hund gut zu deinem Alltag passen könnte;)
Gut vorbereitet - was braucht dein Welpe wirklich?
Gerade vor dem Einzug ist die Versuchung groß, das halbe Zoofachgeschäft leer zu kaufen. Tatsächlich braucht ein Welpe am Anfang vor allem Sicherheit, Ruhe, Orientierung und Zeit, um sich an sein neues Leben zu gewöhnen. Damit die ersten Tage entspannt starten können, solltest du vor dem Einzug ein paar Dinge vorbereiten:
Deine To-do-Liste

- Transportmöglichkeit
- Schlaf- und Ruheort
- Futter- und Wassernapf
- Leine, Halsband und Geschirr
- Welpengitter
- Passendes Welpenfutter
Zeit für die Eingewöhnung einplanen
Plane nach dem Einzug mindestens zwei Wochen, wenn möglich auch bis zu vier Wochen, frei. Achte in dieser Zeit darauf, möglichst wenige Termine und keine größeren Verpflichtungen zu haben. Lass deinen Welpen in Ruhe ankommen und nehmt euch Zeit, euch erst einmal kennenzulernen. So könnt ihr langsam in euren gemeinsamen Alltag finden.

Angekommen im neuen Zuhause
Bevor ihr ins Haus oder in die Wohnung geht, gib deinem Welpen noch einmal die Möglichkeit, sich draußen zu lösen.
MEIN TIPP:
Stell dich dafür an einem ruhigen, geeigneten Ort und bleib dort einfach stehen. Gib ihm Zeit, seine Umgebung in Ruhe zu erkunden. Du kannst ihm dabei die gesamte Leinenlänge geben, sodass er einen kleinen Bereich selbstständig abschnüffeln kann. Ist die Leinenlänge zu ende und beginnt der Welpe zu ziehen, bleib ruhig stehen wie ein "Baum in der Brandung". So lernt er nebenbei noch seine erste Lektion: "Mit ziehen kommt man nicht/ nicht schneller ans Ziel!" Großes Herumspazieren kann nämlich dazu führen, dass dein Welpe vor lauter Ablenkung vergisst, "Pipi" zu machen.
Hat er sich gelöst, geht es ganz entspannt ins Hause. Biete ihm frisches Wasser an und gib ihm, wenn es passt, etwas zu fressen. Danach darf der erste Tag ruhig verlaufen. Lass deinen Welpen die neue Umgebung in seinem eigenen Tempo erkunden und gib ihm viel Zeit zum Schlafen und Verarbeiten.
Kuscheln, beobachten, kennenlernen und einfach gemeinsam ankommen. Mehr muss am ersten Tag gar nicht passieren.
02 Ankommen und die ersten Tage
Der Tag ist endlich da: Dein Welpe zieht ein! Für ihn ist das eine große Veränderung. Er verlässt seine bisherige Umgebung, seine Geschwister, seine Mama und fährt zum ersten Mal in sein neues Zuhause. Für die Fahrt sollte dein Welpe sicher und möglichst ruhig transportiert werden. Eine Transportbox, die sich an den Seiten öffnen lässt, eignet sich dafür gut. Manche Welpen fühlen sich gerade bei der ersten Fahrt wohler, wenn sie die Nähe ihres Menschen spüren. Deshalb kannst du gerne deine Hand zu ihm hineinlegen. Versuche, die erste Autofahrt möglichst ruhig und positiv für ihn zu gestalten. Wirkt er unruhig oder wird ihm vielleicht übel, können kleine Pausen helfen. Anzeichen dafür können zum Beispiel starkes Hecheln, vermehrtes Sabbern, Unruhe oder häufiges Schmatzen sein.Die erste Nacht
Für die erste Zeit eignet sich eine Schlafbox sehr gut. Stelle sie am besten direkt neben dein Bett, damit dein Welpe deine Nähe spürt. Wenn er später nicht im Schlafzimmer schlafen soll, kannst du die ersten Nächte auch gemeinsam mit ihm im Wohnzimmer verbringen. Bevor du schlafen gehst, bring deinen Welpen noch einmal nach draußen, damit er sich lösen kann. Befolge dafür wieder meinen TIPP!
Gib nun deinen Welpen in die Schlafbox. Gerade am Anfang kann es helfen, deine Hand in die Box zu legen, damit der Welpe deine Nähe spürt. Lass dafür das Dach der Box offen.
Welpen versuchen ihren Schlafplatz meist sauber zu halten. Wenn dein Welpe nachts plötzlich unruhig wird oder fiepst, kann das deshalb ein Zeichen sein, dass er sich lösen muss. Trag ihn dann ruhig nach draußen und anschließend direkt wieder zurück in die Box. Achtung: Fiept er dagegen direkt nach dem Hineinlegen, braucht er vielleicht einfach noch etwas Zeit, um sich an die neue Situation und die Box zu gewöhnen. Bleib ruhig und gib dem Verhalten keine Aufmerksamkeit. So könnt ihr die erste Nacht möglichst ruhig gestalten und gleichzeitig die ersten Schritte in Richtung Stubenreinheit machen.

03 Stubenreinheit
Wann sollte dein Welpe raus?
- nach dem Aufwachen
- nach dem Fressen oder Trinken
- nach dem Spielen
- nach aufregenden Situationen
Gerade am Anfang gilt: Lieber einmal zu oft raus als einmal zu spät. Wenn dein Welpe draußen sein Geschäft macht, kannst du ihn direkt mit einem kurzen verbalen "super, brav, klasse..." loben.
"Pipi" auf Kommando, das geht!
Jedes Mal, während dein Welpe gerade uriniert kannst du ein Signalwort sagen, zum Beispiel "Pipi". Mit der Zeit kann er dieses Wort mit dem Lösen verbinden und du kannst es später als Signal nutzen.
Wenn doch einmal etwas daneben geht
Bemerkst du die Pfütze erst später, bleib ruhig und schimpfe nicht. Dein Welpe kann den Zusammenhang zu seinem Verhalten nicht mehr herstellen. Reinige die Stelle gründlich und am besten mit einem Reiniger, der auch Gerüche entfernt. Beobachtest du deinen Welpen dagegen gerade dabei, sich in der Wohnung zu lösen, kannst du ihn zügig unterbrechen, ihn hochheben und nach draußen bringen. Dabei kann es kurz zu einem Schreckmoment für deinen Welpen kommen. Das ist aber nicht schlimm. So lernt er nach und nach: Drinnen wir mein Lösen unangenehm unterbrochen, draußen ist es richtig und wird gelobt. Bleib nach dem Raustragen noch einen Moment mit ihm draußen und gib ihm die Möglichkeit, sich fertig zu lösen. Durch die kurze Unterbrechung kann es sein, dass er zunächst innehält.
Mit einem guten Rhythmus, etwas Geduld und vielen passenden Gelegenheiten wird dein Welpe Schritt für Schritt verstehen, wo man "Pipi" machen soll.

Ruhe muss gelernt werden
04 Ruhe, Schlaf und Überforderung
Zuhause bedeutet RuheVersuche, dein Zuhause möglichst mit Ruhe zu verbinden. Im Haus muss nicht ständig etwas passieren. Spielen, Entdecken und gemeinsame Unternehmungen können draußen stattfinden – zu Hause darf dein Welpe lernen, zur Ruhe zu kommen.
Reize verarbeiten und Überforderung erkennen
Dein Welpe erlebt jeden Tag viele neue Eindrücke: Menschen, Geräusche, Gerüche, andere Hunde, neue Situationen u.v.m. Im Schlaf verarbeitet sein Gehirn diese neuen Reize und Erfahrungen. Bekommt er zu wenig Ruhe und Schlaf, fällt es ihm schwerer die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Die Reize können sich dadurch immer weiter anhäufen und zu einer Überforderung führen. Das kann sich zum Beispiel dadurch zeigen, dass dein Welpe plötzlich sehr aufgedreht, besonders wild, beißfreudig oder unruhig wird und nur schwer wieder zur Ruhe findet.
Wenn dein Welpe überdreht wirkt, braucht er deshalb nicht immer mehr Beschäftigung – manchmal braucht er einfach Schlaf! Auch zu lernen, einmal nichts zu tun, Langweile aushalten und nicht ständig Unterhaltung zu brauchen, ist eine wichtige Erfahrung für deinen Welpen.

05 Beißverhalten und Beißhemmung
Konfliktstrategien des Welpen
Auch Welpen müssen lernen, mit Situationen umzugehen, die für sie unangenehm oder ungewohnt sind. Dafür haben sie verschiedene Verhaltensweisen zur Verfügung. Sie können beispielsweise fiepsen, quietschen, mit dem Maul oder den Pfoten reagieren oder versuchen, sich der Situation zu entziehen.
Diese Verhaltensweisen können dem Welpen dabei helfen, eine Situation zu verändern oder einen Konflikt für sich zu lösen. Sie gehören zu seinem natürlichen Verhaltensrepertoire. Ein Welpe darf deshalb lernen, Grenzen zu akzeptieren und auszuhalten, wenn etwas einmal nicht so läuft, wie er es möchte.
Die Mutterhündin übernimmt dabei in den ersten Lebenswochen bereits einen wichtigen Teil dieser Aufgabe. Sie setzt den Welpen Grenzen und zeigt ihm, dass nicht jedes Verhalten zum gewünschten Ergebnis führt.
Diese Erfahrungen dürfen wir Menschen später weiterführen. Auch bei uns darf ein Welpe lernen, dass Grenzen dazugehören und dass er nicht immer bekommt, was er gerade möchte.
Wenn dein Welpe zu "grob" mit seinen Zähnen wird...
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Sicher unterwegs - auch späterSobald dein Welpe größer wird oder der Transport auf dem Rücksitz zunehmend unpraktisch wird, kannst du deinen Junghund langsam an den Transport im Kofferraum gewöhnen. Wichtig ist, dass er auch dort sicher gesichert ist. Eine Möglichkeit ist ein stabiles Kofferraumgitter. Das verhindert, dass dein Hund nach vorne gelangen kann. Eine besonders sichere Möglichkeit ist eine passende Transportbox für den Kofferraum, beispielsweise eine stabile Aluminium-Transportbox. Sie bietet deinem Hund während der Fahrt einen festen und geschützten Platz und sorgt auch im Falle eines Unfalls für zusätzlichen Schutz.
05 Auto und Transport
Die erste Autofahrt hat dein Welpe bereits auf dem Weg in sein neues Zuhause gemeistert. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Thema Autofahren damit erledigt ist. Es ist sinnvoll, ihn weiterhin langsam und positiv an das Autofahren zu gewöhnen.Wie bereits erwähnt, eignet sich für die erste Zeit eine Transportbox auf dem Rücksitz besonders gut. Alternativ kannst du deinen Welpen auch auf dem Rücksitz mit einem Autogurt am Brustgeschirr sichern.
Die ersten kleinen Ausflüge mit dem Auto
Wie du die ersten Spaziergänge gestalten solltest, erfährst du im Kapitel "Folgetrieb & erste Spaziergänge".

06 Futter und Fütterung
Konfliktstrategien des Welpen
Auch Welpen müssen lernen, mit Situationen umzugehen, die für sie unangenehm oder ungewohnt sind. Dafür haben sie verschiedene Verhaltensweisen zur Verfügung. Sie können beispielsweise fiepsen, quietschen, mit dem Maul oder den Pfoten reagieren oder versuchen, sich der Situation zu entziehen.
Diese Verhaltensweisen können dem Welpen dabei helfen, eine Situation zu verändern oder einen Konflikt für sich zu lösen. Sie gehören zu seinem natürlichen Verhaltensrepertoire. Ein Welpe darf deshalb lernen, Grenzen zu akzeptieren und auszuhalten, wenn etwas einmal nicht so läuft, wie er es möchte.
Die Mutterhündin übernimmt dabei in den ersten Lebenswochen bereits einen wichtigen Teil dieser Aufgabe. Sie setzt den Welpen Grenzen und zeigt ihm, dass nicht jedes Verhalten zum gewünschten Ergebnis führt.
Diese Erfahrungen dürfen wir Menschen später weiterführen. Auch bei uns darf ein Welpe lernen, dass Grenzen dazugehören und dass er nicht immer bekommt, was er gerade möchte.
Wenn dein Welpe zu "grob" mit seinen Zähnen wird...
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